Unsere Ansprechpartner

Kontakt

Caritasverband für die Region Schaumberg-Blies e.V.

DIE BRIGG -
Beratungs- und Behandlungstelle für
Jugendliche und junge Erwachsene

Hüttenbergstraße 42
66538 Neunkirchen
E-Maildiebrigg@caritas-nk.de  
Telefon 06821 / 920 940
Fax 06821 / 920 944

 
Beratungs- und Behandlungsstelle für Erwachsene mit Suchtproblemen  

FAQs - Frequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen 

Wie komme ich zu einer Beratung/Behandlung und kostet mich das Geld?

Die Beratung ist für alle Ratsuchenden kostenfrei, man braucht keine Überweisung und muss keinen Antrag stellen. Sie können einen Termin vereinbaren oder in unsere tägliche Sprechstunde kommen. Sollte eine Behandlung notwendig werden, wird ein Antrag auf medizinische Rehabilitation bei dem entsprechenden Kostenträger gestellt. Die Beratungs- und Behandlungsstelle wird finanziert aus Mitteln des Landes, des Landkreises, der Stadt Neunkirchen sowie aus Eigenmitteln des Caritasverbandes.

Haben Sie Schweigepflicht oder erzählen Sie Dinge weiter?

Nach Strafgesetzbuch § 203 haben wir Schweigepflicht, d.h. alles, was Sie uns berichten und anvertrauen, wird von uns nicht weitergegeben, auch nicht an Eltern, Lehrer, Arbeitgeber etc.. Unter die Schweigepflicht fällt auch die Information, dass Sie zu uns kommen. Auskunft geben wir nur, wenn Sie damit einverstanden sind und eine Schweigepflichtsentbindung von Ihnen vorliegt.

Wie lange dauert eine Beratung/Behandlung?

Der zeitliche Umfang einer Beratung ist abhängig von vielen Faktoren, wie z.B. dem Umfang und der Dauer der Problematik, den Lösungskompetenzen, die zur Verfügung stehen, der Energie, die man gerade hat, etc.. Aus der Erfahrung können wir sagen, dass eine Beratung 2-20 Beratungsgespräche umfassen kann und je nach zeitlichem Verlauf zwischen 2 Wochen und 1 Jahr dauert. Eine ambulante Behandlung ist sehr viel intensiver und kann bis zu 120 Einzel-/Gruppengespräche in einem Zeitraum von 18 Monaten umfassen.

Was geschieht mit meiner Akte?

Im Verlauf der Beratung werden persönliche Daten und Informationen von Ihnen aufgenommen, der Berater macht sich Notizen über den Gesprächsverlauf, es werden gegebenenfalls Unterlagen (z.B. medizinische Befundberichte, Therapieberichte, etc.) angefordert und psychologische Tests durchgeführt. Nach Ablauf der Beratung wird diese Akte von uns vernichtet, es sei denn, Sie geben uns eine schriftliche Erlaubnis sie länger aufzubewahren. Bei einer ambulante Rehabilitationsmaßnahme infolge einer Suchtmittelabhängigkeit sind wir verpflichtet die Akte 10 Jahre aufzubewahren.

Kann ich weiterhin kommen, wenn ich einen Ausrutscher oder Rückfall mit Suchtmitteln hatte?

Wenn Sie zu uns kommen, muss es nicht so sein, dass Sie bereits eine stabile Abstinenz erreicht haben. Meist ist es so, dass jemand noch zwiespältig ist, ob er vollkommen mit dem Konsum von Suchtmitteln aufhören soll. Die Entwicklung eines starken Missbrauchs oder einer Abhängigkeit dauert in der Regel einige Jahre. Ebenso wird von uns der Ausstieg aus einer Suchtproblematik als Prozess begriffen, der mit der Phase des Nachdenkens über den Suchtmittelkonsum beginnt und über das Stadium einer festen Absicht („Ich will mich verändern“) sowie eines stabilen Entschlusses („Ich will abstinent leben, mein Ziel ist ein reduzierter Konsum“) zu einer stabilen Veränderung führt. Ausrutscher und Rückschläge (-fälle) sind auf diesem langen Weg eines veränderten Suchtmittelkonsums und der Entwicklung eines zufriedenen Lebens nicht auszuschließen, sie sind sogar wahrscheinlich. In der ambulanten Behandlung geben Ausrutscher wichtige Hinweise auf noch bestehende Risikosituationen und fehlende Fähigkeiten beim Klienten. Deshalb bringt die Aufarbeitung des Ausrutschers/Rückfalls den Klienten immer einen Schritt nach vorne auf dem Weg zu einer stabilen Abstinenz. Er hat etwas dazu gelernt und Abstinenz will – wie es ein Klient schön formuliert hat - „gelernt sein“.

Ist die Beratungsstelle nur eine Drogenberatungsstelle?

DIE BRIGG ist eine Beratungs- und Behandlungsstelle für Jugendliche und junge Erwachsene (14 bis 30 Jahre), d.h. zu uns können junge Menschen mit den unterschiedlichsten Schwierigkeiten und Problemen kommen. Wir sprechen miteinander bei Schwierigkeiten mit sich selbst, im Kontakt mit anderen, bei Konflikten mit Freund/Freundin oder Familie, bei Problemen in der Schule, in der Ausbildung und im Beruf, bei Schwierigkeiten mit dem Essverhalten sowie mit Suchtmitteln. Zu uns können auch Eltern oder Freunde kommen, die Informationen, Rat und Hilfe suchen.

Wie komme ich in ambulante oder stationäre Therapie?

Die erste Kontaktaufnahme erfolgt über die Sprechstunde. In diesem Erstgespräch erhalten Sie wichtige Informationen, Sie können Fragen stellen und Broschüren mitnehmen. Das Gespräch dient aber auch dazu, dass Sie sich sicherer werden können, ob Sie eine Veränderung anstreben und ob Sie es sich vorstellen können, mit diesen Berater/Therapeuten weitere Gespräche zu führen. Entscheiden Sie sich im Verlauf der weiteren Gespräche für eine ambulante oder stationäre Therapie, so wird gemeinsam ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Wird von Ihnen die Entscheidung für eine stationäre Therapie in einer bestimmten Suchtfachklinik getroffen, erfolgt in weiteren Gesprächen die Vorbereitung auf diese, in der Regel 4-monatige Maßnahme. In der Vorbereitungszeit auf die stationäre Therapie werden – wenn Sie damit einverstanden sind – die Angehörigen in die Gespräche miteinbezogen.

Welche Berufe und Qualifikationen haben die BeraterInnen und TherapeutInnen?

Schauen Sie doch einfach auf unsere  Steckbriefe, dort finden Sie Fotos von uns und alle für Sie wichtigen Informationen.

Weiterhin können Sie sich schon über Selbsthilfegruppen informieren und verschiedene Gruppen kennenlernen, da unserer Erfahrung nach die Selbsthilfegruppe nach der Entlassung aus der stationären Therapie neben der ambulanten Weiterbehandlung in der Beratungs- und Behandlungsstelle ein wichtiger Baustein bei der Aufrechterhaltung der Abstinenz darstellt. 

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