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Caritasverband für die Region Schaumberg-Blies e.V.

DIE BRIGG -
Beratungs- und Behandlungstelle für
Jugendliche und junge Erwachsene

Hüttenbergstraße 42
66538 Neunkirchen
E-Maildiebrigg@caritas-nk.de  
Telefon 06821 / 920 940
Fax 06821 / 920 944

 
Psychosozialer Dienst

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Psychosozialen Dienstes

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Substitution: Methoden, Ziele und Maßnahmen  

Psychosoziale Begleitung substituierter Klienten

Methoden und Vorgehensweise

Das Angebot der psychosozialen Begleitung, das den Klienten bei der Erreichung seiner Ziele unterstützt, ist vielfältig und umfasst folgende Methoden und Vorgehensweisen:

  • Aufsuchende Arbeit durch Sprechstunden in der Substitutionspraxis
  • Regelmäßige Beratungsgespräche mit dem Klienten
  • Aufbau von Gruppenarbeit
  • Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen vor dem Hintergrund eines systemischen Ansatzes
  • Regelmäßige Fallbesprechungen mit dem substituierenden Arzt
  • Regelmäßige Supervision im Team der Berater/Behandler des Beratungs- und Behandlungszentrums
  • Einbeziehung der psychosozialen Hilfen im Sozialraum
  • Initiierung spezifischer Angebote für diesen Personenkreis

 

Ziele

Die allgemeinen Ziele sind im Gegensatz zur Abstinenztherapie zunächst nicht auf Drogenfreiheit ausgerichtet. Vielmehr wird durch die Vergabe eines Ersatzstoffes die Chance eröffnet, ohne Beschaffungsdruck neue Lebensperspektiven zu entwickeln.  Es gilt Maßnahmen zu ergreifen, die drohendem Identitätsverlust, sozialer Isolation, Langeweile und Perspektivlosigkeit entgegenwirken und zu einer allgemeinen Steigerung der Lebensqualität beitragen. Im Zentrum steht dabei – wie bei jeder sozialarbeiterischen Intervention – die Wiederherstellung autonomer Lebenspraxis.

Mit der psychosozialen Begleitung Substituierter werden folgende übergeordnete Ziele angestrebt:

  • Linderung des Leidens
  • Behebung eingetretener Störungen
  • Erweiterung der persönlichen Freiheit im konkreten Alltag sowie Übernahme von Verantwortung für sich und andere
  • Berufliche Rehabilitation
  • Suchtmittelfreiheit, auch von dem Substitutionsmittel, und
  • Entwicklung von Autonomie


Maßnahmen und Leistungssegmente

Zu Beginn der psychosozialen Begleitung werden die körperlichen, psychischen und sozialen Probleme sowie die Ressourcen der Klienten erfasst. Konkret führt dies im praktischen Handeln dazu, dass Fragen der alltäglichen Versorgung und Lebensbewältigung wie beispielsweise Wohnen, Essen, Tagesgestaltung, Freizeitgestaltung, etc. mit den Klienten unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen angegangen werden. Im Vorlauf der psychosozialen Begleitung können auf der Grundlage einer erfolgten biopsychosozialen Stabilisierung weitergehende Zielsetzungen wie Arbeit, Ausbildung, Qualifikation, Suchtmittelfreiheit, usw mit den Klienten angestrebt werden.

 Für das Erreichen dieser Ziele werden von der Fachstelle folgende Leistungssegmente vorgehalten:

  • Anamnese, biopsychosoziale Diagnostik, Erfassung des Hilfebedarfs mit dem Ziel der Erstellung eines Hilfeplans
  • Aufzeigen und Vermittlung von Hilfemöglichkeiten im Sozialraum (Verhütung von Obdachlosigkeit, Tafel, Möbelbörse, Kleiderkammer, etc.)
  • Aufbau von Motivation zur Inanspruchnahme weiterführender Hilfen (Schuldnerberatung, Arbeitsagentur, medizinische Behandlung,
  • psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung, Suchtbehandlung, Integration in bestehende gesellschaftliche Gruppen, etc.)
  • Organisation und Bereitstellung von Hilfen in den Bereichen Tagesstrukturierung, Wohnen, Arbeit und Freizeit
  • Förderung von Kontakt und Beziehung außerhalb der Suchtmittelszene
  • Förderung von Ressourcen, Selbsthilfepotentialen und Verantwortungsübernahme
  • Krisenintervention
  • Kooperation und Vernetzung mit allen beteiligten Hilfepersonen und Hilfesystemen im Sinne eines Case-Managements
Weitere Infos zum Thema »Substituierte«