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Caritasverband Schaumberg-Blies e.V.

Psychosozialer Dienst

Beratungs- und Behandlungstelle
für Erwachsene mit Suchtproblemen und

Betreutes Wohnen für psychisch kranke Menschen

Gastfamilien für psychisch behinderte Menschen

Hüttenbergstraße 42
66538 Neunkirchen
E-Mail: suchtberatung@caritas-nk.de  
Telefon 06821 / 920 970
Fax: 06821 / 920 944

 
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Beratungs- und Behandlungsstelle für Erwachsene mit Suchtproblemen  

Angehörige von Suchtkranken

Wenn Sie sich schon einmal mit dem Thema „Angehörige von Suchtkranken“ beschäftigt haben, so werden Sie bestimmt dem Begriff „Co-Abhängigkeit“ immer wieder begegnet sein.

Wir glauben nicht, dass Co-Abhängigkeit eine eigene Krankheit ist, aber wir wissen, dass im Verhalten des Angehörigen oder des Partners die Möglichkeiten gegeben sind, entweder ein Suchtverhalten zu tolerieren und damit direkt oder indirekt zu unterstützen oder aber sich konsequent und offen gegen einen Suchtmittelmissbrauch zu stellen.

Es stimmt, dass die Verantwortung für eine Veränderung oder z.B. ein Weitertrinken des Suchtkranken an ihm selbst liegt, aber es stimmt nicht, dass Sie als Angehöriger nichts tun könnten:

  • Sie können für Klarheit in der Beziehung zu Ihrem suchtkranken Partner sorgen.
  • Sie können sich überlegen und erforschen, wie und wo Sie sich von der Sucht Ihres Partners abhängig machen.
  • Sie können sich z.B. entscheiden, ob Sie den Mantel des Schweigens ringsherum weiter aufrechterhalten oder ob Sie offen mit anderen in Ihrer Umgebung darüber sprechen.
  • Sie können überlegen, wo Sie die Sucht Ihres Partners decken, d.h. wo und wie Sie die Folgen des Suchtmittelmissbrauchs für Ihren Partner mildern und abfedern, in dem Sie z.B. ihn bei seinem Arbeitgeber entschuldigen für alkoholbedingte Fehlzeiten.
  • Sie können sich Hilfe, Unterstützung und Beratung für sich selbst suchen.
  • Sie können sich bewusst darüber werden, dass Sie mit dem Problem nicht allein dastehen.

Sie können aber auch verschiedene Dinge unterlassen und vermeiden:

Sie sollten die Illusion aufgeben, die Sucht Ihres Partners kontrollieren zu können. So sollten Sie z.B. aufhören, mit einem alkoholabhängigen Partner gemeinsam Alkohol zu trinken. Es gibt z.B. Geschichten von Menschen, die glaubten, wenn sie gemeinsam mit ihrem Partner Alkohol trinken, dass sein Alkoholkonsum dadurch verringert werden könnte.
Sie sollten auch keinen Alkohol für einen suchtproblematischen oder suchtkranken Partner einkaufen.
Sie sollten nicht mit ihr/ihm streiten, wenn sie/er getrunken hat, sondern Sie sollten mit ihr/ihm sprechen, wenn sie/er nüchtern ist.
Sie sollten nicht den Therapeuten oder die Therapeutin für Ihren Partner sein wollen.
Gegenüber der „Krankheit Alkoholismus“ sind auch Sie als Angehöriger machtlos. Ihr Partner enttäuscht nicht nur Sie, er täuscht sich auch selbst.

Der erste Schritt ist daher für sich selbst Hilfe zu suchen, dadurch verändert sich auch die Situation für den Suchtkranken.

Unsere Beratungsstelle ist offen für alle Angehörige und wird, wie sich in der Jahresstatistik immer wieder zeigt, hier auch vielseitig tätig. Ebenso werden in vielen Selbsthilfegruppen Hilfe und Unterstützung für Angehörige angeboten.